Ab in den Norden

24Mai2017

Ja, ich lebe noch. Die letzten Tage bzw. die letzte Reise war nur so stressig, dass ich jeden Tag 12 bis 14 Stunden gearbeitet habe und da habe ich einfach keine Nerven mehr dazu gehabt, hier noch zu schreiben. Jetzt gibt es dann aber eine ganze Reise auf einmal. Bevor ich anfange zu erzählen, gibt es vorher  noch die Adresse, an die mir, wer mag, auch Briefe gesendet werden können. Es sollten nur keine großen und schweren Pakete sein. Also wer mag, der sendet bitte an:

 

Mein Schiff 3

Attn: Mein Name

          Guest Relation

Sartori& Berger

GmbH& Co. KG

Wall 47/51

24103 Kiel

 

Sooo und nun zur letzten Reise. Es war irgendwie lustig, so als Gast in Bremerhaven (13.05.) zu sein, wobei ich nicht weiter als bis ins Terminal gekommen bin. Wechseltag eben. Wir hatten an diesem Tag auch sehr viele Tagesbesucher, da viele Crewmitglieder von ihren Familien besucht wurden. Ich hatte an diesem Tag als erstes eine Führung mit der Cologne Business School. Die Gruppe kam so viel zu spät, dass ich am Ende nur eine knappe halbe Stunde für einen Rundgang hatte, der sonst 60 bis 90 Minuten in Anspruch nimmt. Aber das konnte ich ja nichts für. Dann gab es ein schnelles Mittagessen für mich und ich musste wieder meine Safety Card wechseln. Jetzt habe ich schon die dritte. Danach ging es direkt zum Check-In. Es war richtig was los und wahnsinnig voll im Terminal. Da im Gegensatz zu anderen Ländern die meisten Gäste in deutschen Häfen individuell anreisen, war es nicht so, dass die Gäste immer in Gruppen kamen, sondern alle auf einmal, denn wenn der Check-In um 12 Uhr beginnt, dann muss man ja auch um Punkt 12 Uhr da sein… Dementsprechend staute es sich und einige Gäste beschwerten sich auch. Ich hatte wie immer trotzdem viel Spaß beim Check-In. Besonders toll war, dass ich einige aus meinem Studiengang nur ein Jahr unter mir, wiedergesehen habe, da viele für Sartori& Berger arbeiten. Das ist eine Firma, die die Kreuzfahrtschiffe in Deutschland bei der Abwicklung unterstützt. Ich hatte bis zum Ende Check-In und deswegen ging es danach direkt weiter zur Seenotsrettungsübung. Da ich ja jetzt eine neue Safety Card habe, habe ich auch eine andere Aufgabe und bin jetzt Funker für die Musterstation A. Das ist richtig cool. Ich bekomme nämlich ein Walkie Talkie und muss immer zum Evacuation Control Center funken, z.B. ob noch Crew fehlt, ob Gäste fehlen, usw. Eigentlich haben wir am Wechseltag ja auch immer abends vorstellungsrunde am Pooldeck, aber weil es geregnet hat, ist es ausgefallen. Ich war sowieso ziemlich kaputt vom ganzen Tag und hatte noch nichtmal Zeit zum Abendessen und hatte mich dann gefreut, eher Feierabend zu haben, aber nein, wir hatten stattdessen dann eine Barrunde und noch ein Meeting. Der Tag war dann also doch wieder erst um 23 Uhr zuende.

Am nächsten Tag (14.05.) hatten wir einen Seetag, was ja sowieso immer viel Arbeit bedeutet. Es ging direkt morgens um 9 Uhr los mit einem Schiffsrundgang. Danach hatte ich Shuffleboard und dann wurde die ausgefallene Vorstellungsrunde am Pool nachgeholt und dann ging es direkt weiter zum Bingo. Dann hatte ich zwei Stunden Luft, bevor ich bei einem Vortrag einer unserer Lektoren dabei sein musste und danach hatte ich nochmal Bingo, denn wir wechseln immer jede Reise und diese Reise hatten Iris und ich die meiste Zeit Bingo. Abends war wie immer Theater und am ersten Abend ist Offiziersvorstellung, da ist es sowieso immer voll. Später habe ich dann noch die Playstation ausgemacht und dann war auch wieder um 23 Uhr Feierabend.

 

Da die Landsausflugsabteilung im Moment viele Leute braucht, hatte ich angeboten, in Stavanger (15.05.) einen Ausflug zu begleiten. Ich sollte dann bei der Panoramafahrt mitfahren. Das ist so ziemlich der langweiligste Ausflug, weil man nur im Bus sitzt und der Reiseleiter was erzählt. Ich musste mich sehr zusammenreißen nicht einzuschlafen. Als ich mittags wiederkam freute ich mich schon auf das Mittagessen, aber daraus sollte vorerst nichts werden. Zunächst habe ich 40 Minuten angestanden, um überhaupt ins Schiff zu kommen. Wir hatten an diesem Tag außerplanmäßig den Ausgang auf Deck 3 und eine sehr, sehr steile Gangway. Es war sogar für mich anstrengend dort hoch und runter zu gehen. Da es ja schon für mich anstrengend war, kann man sich ja vorstellen, wie das für die älteren Gäste war und warum es dann so eine lange Schlange gab. Deswegen konnte ich auch nicht Essen gehen, sondern habe mich direkt in meine Uniform geschmissen, um wieder rauszugehen und Iris zu unterstützen, die dort seit morgens um 8 stand. Ich habe dann Getränke verteilt und die Gäste besänftigen müssen, da natürlich viele verärgert waren, da sie ja schon in Bremerhaven so lange haben warten müssen und nun schon wieder. Später war ich dann noch oben an der Sicherheitskontrolle und dann um 15 Uhr durften Iris und ich endlich was Essen gehen. Danach konnte ich fast direkt weiter gehen zum Kochduell, dann zu Bingo und direkt im Anschluss ins Theater. Da der Ausflug auch mit zur Arbeitszeit zählt, schließlich bin ich ja Hilfstourguide, und es morgens um 9 Uhr losging, hatte ich dann am Ende des Tages knappe 14 Stunden gearbeitet, denn Pause war nur kurz zum Essen. Das war allerdings erst der Anfang und die nächsten Tage sollte es nicht besser werden…

In Kristiansand (16.05) wurde getendert, also viel Arbeit für uns. Um 7 Uhr morgens ging es los für uns. Ich stand wieder mit Iris am Tisch und habe die Tickets eingesammelt. Da es an diesem Tag ziemlich kalt und vor Allem regnerisch war, haben wir irgendwann ziemlich gefroren, obwohl wir nicht direkt im Durchzug standen, aber die Tenderluken sind ja die ganze Zeit geöffnet und es zieht dann irgendwann schon ordentlich. Da das Ganze nicht so wahnsinnig gut geplant war, gab es keine Ablösung für uns, sodass Iris und ich nur irgendwann mal kurz Mittag essen gehen konnten und danach ging es weiter. Dann musste ich noch mit Diana tauschen und die stand fast direkt an der Tenderluke. Ich habe zwar eine Jacke und alles angehabt, aber die Uniformhosen, die wir haben sind nicht unbedingt sehr wärmend oder winddicht und dementsprechend kalt war mir irgendwann. Ich hatte dann theoretisch 3 Stunden Pause und habe mich schon gefreut, dass ich mich ins Bett legen kann, um wieder warm zu werden. Leider ist in meiner Kabine scheinbar die Heizung kaputt, denn selbst wenn ich es ganz warm mache, ist es kalt. Also habe ich dann mit zwei Paar Socken, Leggins, langem Oberteil und Sweatshirtjacke im Bett gelegen. Ich hatte gerade geschlafen und mir war endlich wieder warm, da kam ein Anruf, dass ich doch bitte hoch aufs Pooldeck gehen sollte zum Schokoladenbuffet. Also habe ich mich wieder angezogen und bin hoch gegangen. Zu allem Überfluss habe ich in Stavanger an der Pier auch noch meine Regenjacke liegen lassen und hatte nun keine mehr. Diana hat mir dann zum Glück ihre ausgeliehen. Ich habe mich am Schokoladenbuffett dann aber noch ganz nett mit Gästen unterhalten. Warm ist mir an diesem Tag allerdings nicht mehr geworden. Später hatte ich noch Bingo und dann wieder Theater. Und dann kam das große Drama. Wir müssten noch die Aufsteller vom Tendern wieder einsammeln. Hier werden die immer Stanchions genant und das sind so Dinger, die einen sehr schweren Fuß haben und oben ist so ein Band dass man abbrollen kann um es mit anderen Stanchions zu verbinden. bestimmt gibt es da auch ein deutsches Wort für, aber das kenne ich leider nicht. Jedenfalls haben wir die alle auf einen Wagen geladen, um sie oben bei uns wieder wegzuräumen. Einer war ein bisschen locker und als Iris den vom Wagen genommen hat, ist der Fuß abgefallen und auf ihren Fuß gefallen. Direkt ist es eine riesige blaue Beule geworden und wir haben sofort gekühlt und es ging zum Arzt. Dort wurde iris geröngt und der Arzt sagte, dass es zweimal gebrochen ist und sie am nächsten Tag in Oslo ins Krankenhaus müsste zum gipsen. Das war natürlich alles nicht so toll. Von 7 bis 23 Uhr mit nur insgesamt 2 Stunden Pause war schon heftig und ich war echt tot am Ende des Tages.

Da ich leider in Oslo (17.05.) diejenige war, die on duty war, hatte ich also auch da einen langen Tag. Los ging es dieses Mal um 8 Uhr, da nach dem Desaster in Stavanger nun immer jemand morgens an der Gangway sein soll. Später hatte die gesamte Crew noch einen Drill. Ich war ja wieder Funker, was ich wirklich cool finde. Wir mussten dann selber alle zu unseren Rettungsstationen gehen und dieses Mal wurde geübt, wie man bei Rauchentwicklung flieht und wir mussten durch einen Gang gehen, wo ganz viel Rauch war. Das war richtig aufregend. Der Rauch stieg natürlich im Treppenhaus hoch, sodass die Gäste auf Deck 3 auch noch was von unserer Übung hatten. Später hatte ich Plaque Exchange, denn im Norden waren wir überall noch nicht. An diesem Tag war auch noch Nationalfeiertag in Norwegen und es gab ganz viele Paraden in der Innenstadt und auch am Schiff vorbei, da wir sehr zentral und nah an der Innenstadt lagen. Zum Plaque Exchange gab es aber aufgrund des Nationalfeiertags sogar eine Torte und die war echt lecker. Später habe ich mit den norwegischen Behörden noch einen ewig langen Rundgang machen müssen und danach habe ich Zeit gehabt, um zu Iris zu gehen. Die hatte mittlerweile eine größere Kabine, da sie mit dem Fuß ja nicht ins Hochbett gekommen ist. Der Fuß war doch nicht gebrochen, sondern nur gequetscht und sie musste in Kiel absteigen. Sie wäre sowieso nach der nächsten Reise abgestiegen, aber trotzdem fand ich es sehr traurig, dass sie eher gehen musste. Obwohl Iris so alt ist, wie meine Mama, habe ich mich mit ihr am besten verstanden und wir haben viel Spaß zusammen gehabt. Da wir ja nun nur noch zu dritt waren, hatten wir alle mehr arbeiten und nachdem ich noch bei der Security geholfen habe, hatten wir ein Meeting, um die Aufgaben neu aufzuteilen. Ich hatte dann leider ohne Iris Bingo und später, wie immer, Theatereinlass. Das war also auch wieder ein langer Tag.

Der nächste Tag (18.05.) wurde auch nicht besser, da es wieder ein Seetag war. Ich bin wieder nur von A nach B gerannt. Morgens Shuffleboard, abends Shuffleboard, zwischendurch Kapitänsfragestunde, da ist uns noch eine Frau umgekippt, da hatten wir dann noch einen medizinischen Notfall. Später ging es dann noch zum Bingo und abends die Verabschiedung im Theater. Später waren wir alle noch bei Iris und haben uns von ihr verabschiedet.

Am 19.05. waren wir dann das erste Mal in Kiel. Die Mein Schiff 6 war auch da und natürlich wollten alle rüber, um sie anzusehen. Einer musste allerdings im Schiff bleiben und natürlich war ich die Dumme. Ich war sowieso schon seit Stavanger jeden Tag on duty. Morgens habe ich mich noch mit Iris getroffen und habe sie zum Taxi gebracht, Später hatte ich Schiffsrundgang und dann musste ich raus ins Terminal, um dort ein wenig zu guiden, da wieder alles voll war und die Gäste lange warten mussten und es gab auch noch einen falschen Feueralarm, weswegen das ganze Terminal geräumt werden musste. Zum Glück konnte das Replacement für Iris spontan schon früher kommen und jetzt haben wir Kim bei uns im Team. Sie ist auch das erste Mal an Board, muss also erstmal noch viel lernen, aber trotzdem ist es eine Entlastung, dass wir wieder zu viert sind.

Für die jetzige Reise, die jetzt ja auch schon halb um ist, werde ich einen neuen Beitrag schreiben, denn sonst wird das langsam glaube ich zu viel auf einmal.

 

 

Hallo Heimat

12Mai2017

Und weiter geht es mit meinem Abenteuer Kreuzfahrtleben.

 
Wie ich ja schon im letzten Eintrag erwähnt hatte, ging es für mich in Bilbao (07.05.) als Hilfstourguide auf Ausflug. Um 7:30 Uhr morgens war Treffen. Den Ausflug „Bilbaos Altstadt und Guggenheim Museum“ hatten viele Gäste gebucht, weswegen es vier Busse und dementsprechend auch vier Tourguides gab. Ich habe mich dann meiner Gruppe zunächst im Bus vorgestellt und dann den eigentlichen Tourguide Sergio. Da die meisten Gäste nicht gut Englisch sprechen, musste ich also übersetzen. Auf der Fahrt nach Bilbao hat Sergio dann also immer alles mir erzählt und ich habe es übersetzt ins Mikrophon gesagt. Als wir nach ca. 20 Minuten in Bilbao ankamen, kam direkt eine Dame zu mir und sagte mir, dass sie findet, dass ich das ganz toll machen würde und sie schon mehr erfahren hätte, als zwei Tage zuvor auf einem vierstündigen Ausflug in Lissabon. Da habe ich mich schon sehr gefreut, zumal die Gäste nicht wussten, dass dies mein erster Ausflug war. Es sollte aber noch besser kommen. Wir sind dann erst einmal durch die Altstadt gegangen und Sergio hat weiter erzählt und ich übersetzt. Da ich das ja vom Museum schon kenne, große Gruppen zu haben, habe ich auch laut und deutlich genug geredet. Das Übersetzen an sich war natürlich kein Problem, einzig das Wort „Denkmalschutz“ ist mir nicht eingefallen, als eine Dame gefragt hat, ob die Gebäude in der Altstadt denkmalgeschützt seien. Später waren wir dann noch auf einem kleinen Platz, wo es jeden Sonntag einen Flohmarkt gibt. Außerdem waren rund um den Platz kleine Restaurants verteilt, die Pinxtos (sprich: Pinschos) anboten. Pinxtos sind ähnlich wie Tapas aber besser und vor Allem im Baskenland zu finden. Der Begriff kommt vom spanischen Wort „pinchar", was aufspießen bedeutet, denn die meisten Pinxtos sind auf Zahnstochern aufgespießt. Pinxtos sind im Gegensatz zu Tapas außerdem auch noch schöner und aufwendiger angerichtet, denn es geht darum, ein kleines Kunstwerk zum Essen zu erschaffen. Sergio bot an, mit mir Pinxtos probieren zu gehen. Ein Ehepaar begleitete uns auch noch. Da es noch relativ früh war, wurden viele Pinxtos noch zubereitet. Ich hatte etwas, dass einer Frühlingsrolle sehr ähnlich kam und gefüllt war mit Gemüse und Shrimps. Das war sehr, sehr lecker und das Beste war, dass der Gast es für mich bezahlte. Es hat zwar nur 2€ gekostet, aber trotzdem ist das ja nicht selbstverständlich. 
Nach der Altstadt ging es dann zum Guggenheim Museum. Dort musste ich dann nicht mehr übersetzen,denn es gab Audioguides. Das Guggenheim Museum an sich sieht wirklich toll aus und hat eine tolle Architektur, allerdings kann ich mit der dort ausgestellten, expressionistischen Kunst nicht so viel anfangen. Dort war zum Beispiel ein komplett schwarzes Bild mit einem weißen Fleck und dieses Bild stellte den spanischen Bürgerkrieg dar und der weiße Fleck den Funken Hoffnung, den die Basken noch hatten. Sowas kann ich auf jeden Fall auch malen, also vielleicht sollte ich noch umsteigen und Künstler werden. Ich hatte dann noch ein bisschen Zeit und habe mich draußen in die Sonne gesetzt. es kamen zwei Damen vorbei und sprachen mich erstmal an, ob ich nicht vom Schiff wäre. Also viele der Gäste erkennen mich immer wieder und mir geht es mit den Gästen genauso,was mir gut gefällt. Auf dem Rückweg zum Schiff habe ich dann gebeichtet, dass dies mein erster Ausflug war und dafür habe ich einen Applaus von den Gästen bekommen und einige der Gäste sagten mir beim Aussteigen, dass ich das gar nicht hätte erwähnen müssen, denn es wäre niemandem aufgefallen. Da war ich doch glücklich. Mir hat Bilbao als Stadt an sich sehr gut gefallen. Es war sehr sauber und die Altstadt war sehr gemütlich. Ich könnte es mir gut vorstellen, auch mal z.B. als Wochenendtrip nach Bilbao zu fahren. Später auf dem Schiff gab es dann das Gleiche wie immer, also Shuffleboard, Bingo und Theatereinlass.
 
Am Montag (08.05.) hatten wir einen Seetag, denn es ging von Bilbao nach Le Havre. Seetage sind ja sowieso immer voll bei uns. Ich hatte an diesem Tag eine Brückenführung, Klanghauseinlass, Theatereinlass und zum ersten Mal die Provisionsführung. Die ist für Stammgäste. die 10 Mal oder öfter mit TUI Cruises gefahren sind und man geht runter in die Provision, also ins Lager. Da ich dort selber noch nicht war, fand ich das sehr interessant zu sehen. Die Provision funktioniert quasi wie ein Supermarkt, das heißt, jedes Department, also zum Beispiel eine der Bars, schreibt eine Liste mit den Dingen, die sie braucht und dann wird alles auf einem Wagen eingepackt und man kann es einen oder zwei Tage später abholen. Da habe ich also auch eine Menge neues gelernt. Abends war ich noch in der Crewbar und habe mich dort mit Burhan, einem der Ausflugsexperten unterhalten. Er hat mich gefragt, wie der Ausflug in Bilbao war und hat dann erzählt, dass sie eine Email von der Rezeption bekommen haben, weil Gäste den Ausflug mit mir so gelobt haben. Da habe ich mich wahnsinnig drüber gefreut und war auch schon ein bisschen stolz, dass ich das beim ersten Mal direkt so gut gemacht habe.
Deshalb durfte ich dann am nächsten Tag in Le Havre (09.05.) auch direkt wieder einen Ausflug mitbegleiten. Es ging nach Honfleur, einem kleinen Ort, ca. 30 Minuten entfernt von Le Havre. Dieses Mal hatte ich allerdings nicht sehr viel zu tun, da der Tourguides Deutsch sprach. Trotzdem war es ein toller Ausflug, denn Honfleur ist eine richtig schöne, kleine, malerische Stadt an der Küste. Es sieht genauso aus, wie man sich so alte französische Dörfer aus Filmen vorstellt. Es gab ganz viele Restaurants und Cafés, wo man sicherlich toll essen kann. Ich habe mich mit einer Dame unterhalten, die den Ausflug ohne ihren Mann gemacht hat, da dieser nicht gut laufen kann. Wir haben uns dann zusammen in ein Café gesetzt und ein schönes Croissant gegessen und einen Kaffee bzw. ich eine heiße Schokolade getrunken. Die Dame hat mich am Ende auch eingeladen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Ich habe ihr später als Dank auch noch einen Brief mit ein paar Pralinen auf die Kabine schicken lassen. Später an Bord ging es dann wieder weiter wie immer. Abends ging es dann weiter nach Belgien.
 
In Zeebrügge (10.05.) hatte ich Duty, konnte also nicht von Bord gehen. Das war aber nicht schlimm, denn ich hatte auch an Bord genug zu tun. Neu für mich an diesem Tag war das Kochduell, in dem ein Gast gegen einen von unseren Köchen antritt, ähnlich wie im Fernsehen bei Steffen Henssler. Das Kochduell findet immer in der Arena statt und an diesem Tag waren es erschwerte Bedingungen. Auf dem kompletten Schiff war es windstill, nur oben in der Arena natürlich nicht. Da hat sich sogar der eine Tisch mit Zutaten zwischendurch vom Acker gemacht. Der Gast hat letztendlich gewonnen und ein Essen in unserem Steakhaus Surf ’n’ Turf gewonnen. Abends ging es dann wieder in die Crewbar, da bin ich im Moment quasi jeden Tag…
 
Weiter ging es dann für die Mein Schiff 3 nach Amsterdam (11.05.). Dort hatte ich einen super Tag. Iris, Diana und ich hatten uns für eine 2 stündige Trachtenfahrt angemeldet, die für die Crew angeboten wurde. Das kenne ich zwar schon, aber eigentlich ist das immer wieder nett. Wir dachten alle, dass wir auf Bänken im Bott sitzen und Jemand uns erzählt, was man so links und rechts sehen kann. Aber das war dann doch alles ein bisschen anders. Es gab nämlich nur Stehtische aber auch eine Bar mit Bier, Wein und alkoholfreien Getränken, sowie Musik. Später wurde dann noch gegrillt und es gab Rippchen, Chicen Wings, aber vegetarisches, wie kleine Teigtaschen und Frühlingsrollen. Das Wetter war super und alle hatten richtig viel Spaß. Einige waren hinterher durchaus auch ein wenig betrunken. Iris und ich sind danach noch in die Stadt gegangen, da wir erst abends um 20 Uhr anfangen mussten zu arbeiten. Da wir beide zu Albert Heijn (holländische Supermarktkette), sind wir in den ersten Laden,denn wir gesehen haben gegangen, nur um dann die Tüte die nächsten vier Stunden durch die Stadt zu schleppen, während wir an mindestens fünf weiteren Albert Heijns vorbei gelaufen sind. Es war auf jeden Fall ein richtig schöner und sonniger Tag in Amsterdam, denn ich finde, Amsterdam ist sowieso immer wieder schön. Außerdem hatte ich gestern auch genau einen Monat an Bord rum. Es kommt mir gar nicht so lange vor, aber die Zeit fliegt einfach, weil man so unglaublich viel macht.
 
Heute (12.05.) ist wieder ein Seetag, an dem bis jetzt noch nichts spannendes passiert ist und morgen bin ich dann in meiner zweiten Heimat, in Bremerhaven. Da ist dann aber wieder richtig viel los. Ich muss meine Emergency Card tauschen, wir haben total viele Schiffsrundgänge mit Besuchergruppen, ich habe z.B. einen mit einer Gruppe der Cologne Business School und dann müssen wir auch noch beim Check-In mithelfen und Plaque exchange haben wir auch noch, weil wir das erste Mal mit der Mein Schiff 3 in Bremerhaven sind. Das hatten wir übrigens die letzten zwei Häfen, also in Zerbrügge und in Amsterdam auch. Nach Bremerhaven geht es dann los in den Norden nach Norwegen.

Abenteuer Kreuzfahrtleben

07Mai2017

Da ich gerade meine Fingernägel lackiere, dachte ich, ich schreibe jetzt mal, denn es ist in den letzten Tagen wirklich viel verrücktes passiert.

 
Nach Barcelona hatten wir zunächst einen Seetag (03.05.), da war alles wie immer. Am nächsten Tag waren wir in Cadiz (04.05.) und Iris und ich hatten ausgemacht, dass wir zusammen shoppen gehen, weil sie gesagt hat, dass man das in Cadiz sehr gut kann. Allerdings teilte mir Gisela abends beim Meeting mit, dass ich in Cadiz einen Gast ins Krankenhaus begleiten müsste, denn der Gast musste ins MRT. Morgens um 8 Uhr kam der Anruf und um 9 Uhr traf ich mich mit der Dame und ihrem Mann. Wir wurden dann von einem Taxi zum Krankenhaus gefahren. Dort angekommen sprach natürlich niemand Englisch und mein Spanisch ist ja auch nicht das Beste, aber ich habe die Arzthelferinnen größtenteils verstanden. Dann mussten wir auch noch einen Zettel ausfüllen, wo gefragt wurde, ob Medikamentenallergien bestehen und ob es schonmal eine Operation gab usw. Ich habe das sogar verstanden und mit der Dame ausfüllen können. Irgendwann brachte die Arzthelferin dann eine Frau, die Englisch sprach. Die Dame wollte ihr Problem selber erklären und fragte mich nach einem Wort, als die andere Frau fragte, ob wir Deutsche seien- Sie war Deutsche und das Problem gelöst. Die Dame ist dann mit ihr mit ins MRT gegangen und ich habe mit ihrem Mann draußen gewartet. Es gab sogar freies Wlan, das habe ich erstmal ein wenig genutzt. Als die Dame wiederkam sagte sie, wir müssten jetzt nochmal ca. 1 Stunde warten, bis sie mit dem Arzt sprechen könnte. Letztendlich warteten wir mehr als eine Stunde und bekamen am Ende nur die Diagnose auf einem Zettel. Ich habe leider nicht alles verstanden, aber man rief uns dann ein Taxi und wir stiegen ein in der Annahme, dass wir zurück zum Schiff fahren. Kurz vorm Schiff bog der Taxifahrer allerdings in irgendwelche kleinen Gassen ab und blieb auf einmal vor einem Haus stehen. Es stellte sich heraus, dass dort eine Arztpraxis war und dort der MRT Befund mit uns besprochen werden sollte. Es kam sogar ein Übersetzer dazu und hat alles auf Englisch erklärt und ich habe es dann auf Deutsch übersetzt. Was genau die Dame hat, werde ich hier nicht sagen, aber ich kann sagen, dass es ihr gut geht und sie an Bord bleiben konnte. Da die Arztpraxis nicht weit weg vom Schiff war, sind wir dann zurück gelaufen. Die Dame hat sich ganz oft bei mir bedankt, dass ich sie begleitet hab, denn sie hätte sich trotz ihres Ehemannes ein wenig unsicher gefühlt, aufgrund des fehlenden Englisches. Das kann ich auch gut nachvollziehen und obwohl ich ja lieber shoppen gegangen wäre, bin ich froh, dass ich helfen konnte und es der Dame gut geht. Außerdem habe ich dann auch noch 20€ von ihr bekommen. Das war dann noch ein schöner Bonus. Ich war um ca. 14 Uhr wieder zurück und obwohl ich ziemlich müde und kaputt war, bin ich dann doch noch in die Einkaufsstraße gegangen, da es nicht weit vom Schiff weg war. Viel Zeit hatte ich nicht, nur bis 16 Uhr, aber ich habe dann noch eine Jeans, eine Kette und eine Jacke, ähnlich einem Blazer gekauft. Abends hat es an Bord ziemlich geschaukelt und weil ich sowieso müde und kaputt vom gesamten Tag war, der ja für mich ziemlich lang war, war mir irgendwann richtig schlecht. Eigentlich wollten wir uns abends in der Crew Bar treffen, da einer der Sänger am nächsten Tag Geburtstag hatte, aber ich war nur 10 Minuten da, weil mir dann so schlecht war, dass ich lieber schlafen gegangen bin.
 
Am nächsten Tag (05.05.) waren wir dann in Lissabon. Ich hatte den ganzen Tag frei bis 16:30 Uhr, also bin ich erst ein bisschen später aufgestanden. Morgens mache ich immer den Fernseher an. um auf dem Routenkanal zu gucken, wie warm es ist und dann gucke ich auch noch immer bei der Frontkamera. Dort konnte man an diesem morgen ein anderes Schiff sehen. Da ich noch ein bisschen verschlafen war, konnte ich nicht direkt lesen, welches Schiff es ist. Es war die Queen Mary 2 von Cunard. Es dauerte dann noch einen Moment länger, bis mir klar wurde, dass meine Freundin Rahel (sie studiert mit mir) gerade auf der Queen Mary 2 als Rezeptzionistin arbeitet. Dann war ich aber sofort hellwach und habe ihr direkt geschrieben. Sie war schon in der Innenstadt und hatte bis 15 Uhr Zeit und wir verabredeten uns dann für 11 Uhr und sind dann zusammen durch die Gassen und Läden geschlendert. Es war so toll sie wiederzusehen und vor Allem eine reisen Überraschung, da wir beide keine Ahnung hatten, dass wir im selben Hafen sind. Zwar habe ich bei mir eine Übersicht über die kommenden Reisen und welche Schiffe zur gleichen Zeit im selben Hafen liegen, allerdings sind nicht immer alle Schiffe aufgeführt. Das war also ein richtig toller Tag und ich fand das, was ich von Lissabon gesehen habe auch sehr schön. Abends war dann noch Pooolparty aber es war ziemlich windig und das Schiff hat auch wieder ordentlich geschwankt, weswegen nicht viele Gäste dort waren.
 
Heute hatten wir einen Seetag (06.05.) und es hat immer noch geschaukelt, als ich heute morgen aufgewacht bin. Ich habe mich aber gut gefühlt, nur ein bisschen so, als wäre man angetrunken. Solange mir nicht schlecht ist, ist das aber in Ordnung und ansonsten gibt es dagegen auch noch Seasickness Pills. Iris und ich hatten heute morgen Brückenführung und da hat man das Schaukeln schon sehr gemerkt, da es stärker ist je weiter vorne und je weiter oben man ist. Die Brücke ist dazu ja auch noch ein bisschen ’frei hängend’, weswegen man es noch mehr gemerkt hat. Gegen Nachmittag hat sich das Wasser aber beruhigt, worüber die meisten Gäste merklich froh waren. Ansonsten hatten wir heute, wie immer an Seetagen wieder volles Programm. Morgen sind wir in Bilbao und ich hatte angefragt, als Hilfstourguide bei einem Ausflug mitzukommen. Zunächst bekam ich einen Anruf, dass sie morgen niemanden brauchen und es außerdem auch etwas schwerer wäre, weil die Tourguides nur Englisch sprächen und man übersetzen müsste (was ja ein riesen Problem für mich wäre). Später bekam ich dann aber noch einmal einen Anruf, dass einer der Tourguides leider krank ist und dass ich nun mitkommen könnte, worüber ich mich sehr gefreut habe. Um 8 Uhr habe ich morgen Treffen und dann geht es für mich zunächst ins Guggenheim Museum und später gibt es noch einen Rundgang durch die Altstadt, wo ich übersetzen muss. Aber ich denke nicht, dass das ein großes Problem sein wird. Trotzdem bin ich schon gespannt und auch ein kleines bisschen aufgeregt, weil ich das ja noch nie gemacht habe und direkt auf einen ganzen Bus alleine aufpassen muss. Aber das wird schon, schließlich habe ich in letzter Zeit ja ziemlich viel zum ersten Mal gemacht. Wie der Ausflug und Bilbao so waren, erzähle ich dann im nächsten Eintrag.

Von Palma/Mallorca bis nach Bremerhaven

03Mai2017

Ich bin kaputt und müde und habe Kopfschmerzen, aber ich dachte, ich muss mich jetzt trotzdem mal gerade hinsetzen und was schreiben, denn sonst komme ich da wieder nicht zu.

 
Ich hatte im letzen Eintrag ja schon kurz von Sizilien (26.4.)  und Salerno (27.4.) geredet und werde jetzt nicht weiter darauf eingehen, denn die Tage waren wirklich gleich. Training, Shuffleboard, Theater, usw. Am Freitag (28.4.) lagen wir in Civitavecchia. Ich wäre sehr gerne nach Rom gefahren, aber ich hatte -welch Wunder- mal wieder Training. Allerdings war es das Letzte!!! Es ging um Überlebenstechniken und zum Schluss sind wir noch zu einem der Rettungsboote gegangen und haben dort drin gesessen, uns alles angesehen und der Motor wurde auch angemacht. Es ist wirklich alles da für den Notfall, aber ich hoffe trotzdem, dass ich nie in so einem Rettungsboot sitzen muss, denn es ist nicht gerade gemütlich. Nachmittags bin ich ein bisschen nach Civitavecchia gegangen, denn ich wollte mal raus und mich bewegen. Dort gibt es eigentlich überhaupt nichts und es war auch noch alles zu, weil Mittagszeit war, aber immerhin bin ich ein bisschen rausgekommen. Mit uns am Hafen lag auch noch ein Schiff von Princess Cruises, einer amerikanische Reederei. Abends musste ich dann noch bei der Security helfen, denn es sind fast 1000 Gäste aus Rom wiedergekommen und dementsprechend war es voll. Es war tagsüber ziemlich windig und auch frisch und viele Gäste waren abends ganz schön durchgefroren, da sie sich morgens ein wenig zu dünn angezogen hatten. Später am Abend hatten wir dann wieder Shanty Chor. Das ist wirklich immer richtig lustig und ich freue mich schon aufs nächste Mal. Weil wir beim Shanty Chor ja Alkohol trinken dürfen, war es naheliegend, dass es nach dem Singen noch weiter ging in die Crew Bar. Mittlerweile kenne ich schon ein paar mehr Leute und muss nicht mehr im Raucherraum sitzen, obwohl der Großteil nach wie vor Raucher sind.
 
Samstag (29.4.) hatten wir einen Seetag. Da war wie immer der ganze Tag voll und ich war mit den gleichen Aufgaben wie sonst auch beschäftigt, also Shuffleboard, Theater, usw. Außerdem mussten wir an diesem Tag noch die Stammgästebriefe machen, die Gäste, die mindestens 3x mit uns gefahren sind, bei der Anreise auf die Kabine bekommen. Da es mittlerweile sehr viele Stammgäste gibt, hat das ganze Sortieren und Eintüten fast drei Stunden gedauert. Am Sonntag (30.4.) waren wir dann endlich in Barcelona, da hatte ich mich schon drauf gefreut. Ich hatte auch bis zum Shuffleboard um 16:30 Uhr frei und bin alleine in die Stadt losgegangen. Leider war ja Sonntag und die meisten Geschäfte waren zu, aber es war trotzdem schön zum Bummeln. Das einzig Blöde war, dass ich auch an meinem Lieblingsladen Sephora (ähnlich wie Douglas) vorbeigekommen bin und natürlich war dieser auch zu. Ich bin dann auch noch, typisch spanisch, im Hard Rock Café essen gewesen. Das war richtig gut. Viele Gerichte ohne Fleisch gibt es zwar nicht, aber ich hatte Lachs und der war total lecker. Außerdem hatte ich dazu eine Erdbeere-Basilikum Limonade, die war auch lecker. Mit uns im Hafen lagen an diese Tag auch noch die Norwegian Eric (Norwegian Cruise Line), die Vision of the Sean (Royal Caribbean Cruise Line)und die Costa Favolosa (Costa Crociere). Abends war im Atelier noch Finissage, wo alle gemalten Bilder der Gäste ausgestellt wurden. Der kleine Paul mit seiner Schwester Greta war auch da. Als er mich gesehen hat, hat er mich direkt umarmt. Das hat mich total gefreut. Greta habe ich auch Hallo gesagt. Sie war aber ein wenig schüchtern und ich glaube auch irritiert, dass jemand den gleichen Namen hatte wie sie. Später hat sie dann aber immer auf sich und dann auf mich gezeigt und unseren Namen gesagt. Später am Abend waren wir alle noch in der Crew Bar, denn es war Detlefs letzter Tag. Jetzt bin ich wieder die einzige aus Bielefeld.
 
Jetzt habe ich schon meine zweite Reise rum und das finde ich richtig verrückt. Die Zeit geht einfach so wahnsinnig schnell um, denn am Montag (1.5.) war Embarkation Day. Die nächste Reise geht jetzt von Palma über Barcelona, Cadiz, Lissabon, Bilbao, Le Havre, Zeebrügge und Amsterdam nach Bremerhaven. Ich musste dieses Mal beim Check-In mithelfen und darauf habe ich mich schon total gefreut, denn das wollte ich das letzte Mal schon machen. Also hatte ich dann von 13 Bis 17:30 Uhr und nochmal von 19 bis 20:30 Uhr Check-In. Das fand ich echt super, denn so lernt man schon viele Gäste kennen. Außerdem lag auch noch die Mein Schiff 2 im Hafen, auf der an diesem Tag die „Rainbow Cruise“, eine Kreuzfahrt für Schwule und Lesben, aber natürlich auch für alle anderen, begann
 Um 21:15 Uhr hatten wir dann wieder unsere obligatorische Seenotrettungsübung und danach die Willkommensparty am Pool. Dieses Mal war Andre als neuer Kreuzfahrtdirektor dabei. Andre war bis vor Kurzem noch Guest Services Manager hier auf der Mein Schiff 3, war dann im Urlaub und ist jetzt als Kreuzfahrtdirektor zurückgekehrt. Ich finde ihn sehr nett und ich glaube, dass er das gut machen wird. Außerdem haben wir jetzt auch einen neuen Kapitän. Der kommt aus Schweden und das klingt Imme total süß, wenn er Deutsch redet.
 
Heute waren wir dann ja nochmal in Barcelona. Morgens hatte ich erstmal duty und einen Schiffsrundgang und mittags habe ich mich dann mit Iris getroffen und wir sind nochmal in die Stadt. Dieses Mal hatte Sephora auf und natürlich habe ich auch dort eingekauft und bin nun den Rest des Tages glücklich wie ein Honigkuchenpferd durch die Gegend gerannt. Wir waren auch noch in ein paar anderen Geschäften, ich habe dann allerdings nichts mehr gekauft aber Iris hat noch was für ihre Enkel gekauft. Wir haben dann ein bisschen die Zeit vergessen und Iris hatte um 16:45 Uhr Shuffleboard. Der Shuttlebus zum Schiff fuhr allerdings erst um kurz nach halb los und Iris musste sich dann ein bisschen beeilen. Ich habe dann noch ihre Tüten genommen, damit sie schneller durch die Security kommt und habe das dann in aller Ruhe gemacht, denn ich hatte erst um 17:30 Uhr Alleinreisendentreff mit Antonie. Was das ist habe ich denke schonmal irgendwo am Anfang erzählt. Dieses Mal war es eine sehr kleine Runde, aber es war total nett. Nur zwei Damen um die 70 und zwei Herren um die 30 waren da. Es haben sich aber trotzdem alle gut verstanden und wir sind dann noch gemeinsam im Atlantik Klassik essen gegangen. Dort war ich ja selber auch noch nicht und deswegen habe ich mich total gefreut. Das Essen war sehr, sehr lecker. Fotos habe ich leider nicht, aber ich schreibe hier mal auf, was ich so zu Essen hatte:
 
Vorspeise: Schwertfischcarpaccio mit Zitronen-Basilikumöl und Chilliflocken
Suppe: kalte Melonensuppe mit Minzöl (klang komisch, war aber super!)
Hauptgericht: Linguini mit Hummer 
Nachspeise: Pannacotta mit Waldbeerkaviar
 
Ich hätte das alles glatt nochmal essen können, aber das ging ja nicht. Bestimmt habe ich aber nochmal das Alleinreisendentreffen und dann kann ich wieder Essen gehen. Später war nur wie immer Theater und morgen haben wir einen Seetag, das heißt es wird ein langer Tag für uns. Morgen habe ich Shuffleboard und Iris hat mir erzählt, dass ein Pärchen aus Bremerhaven kommen wird, denen hat sie schon erzählt, dass ich dort auch wohne und ich freue mich schon, sie morgen zu sehen. Es sind auch ein paar Gäste aus Bielefeld an Bord, ein Paar sogar von der Potsdamer Straße! Ich hoffe, dass ich diese Reise auch mal einen Ausflug als Hilfstourguide mitmachen kann und habe jetzt mal für einen Ausflug in Bilbao und für einen in Le Havre angefragt. Mal sehen, ob es klappt. Ich freue mich jetzt noch ein bisschen über meine Schminke und gehe dann schlafen, denn morgen wird ein langer Tag.

Schon zwei Wochen!

26April2017

Da bin ich wieder. Es ist wirklich schwer, hier häufig zu schreiben, weil der Tag einfach immer so lang ist und dann will ich oft abends einfach nur ins Bett. Aber heute nehme ich mir mal wieder etwas Zeit, um euch auf den neuesten Stand zu bringen.

 
Ich hatte ja das letzte Mal mittendrin am Mittwoch (19.4.) aufgehört. Die Gäste, die wir an Bord hatten, wollten tatsächlich noch eine Führung und Antonie und ich haben sie dann zusammen gemacht. Irgendwann hat sie mir aber alles überlassen, weil sie fand, dass ich so ein tolles Englisch hätte und ich wusste auch alles wichtige. Abends gab es dann noch einen Jahrmarkt auf dem Polodeck und eine Show, die die Kinder vorbereitet haben. Wir halfen bei dem Stand mit dem Essen, wo es Cupcakes, Popcorn, Schokofrüchte und kandierte Äpfel gab. Wir durften auch davon essen und die Cupcakes waren absolut lecker. Später war dann auch noch Poolparty. An diesem Abend wird immer die Seekarte vorgestellt (ein Crewmitglied kann sich freiwillig melden und eine Seekarte mit der aktuellen Route mit z.B. Bildern o.ä. gestalten). Das Vorstellen war dieses Mal Iris und meine Aufgabe und wir mussten dann auf die Bühne kommen und die Seekarte präsentieren und später hatten wir einen Stand, wo man Lose kaufen konnte, denn die Seekarte wird immer verlost und der Erlös kommt zum Crew Welfare. Die kümmern sich darum, Anschaffungen für die Crew zu machen, oder organisieren Parties oder Ausflüge. 
 
Am Donnerstag (20.4.) dann hatte ich zunächst bis 13 Uhr duty. Morgens hatte ich noch einen Schiffsrundgang mit Basti, denn er wollte gucken, ob ich auch wirklich alles für den nächsten Tag kann und weiß. Natürlich konnte ich alles. Rundgänge sind ja kein Problem für mich. Ich hatte dann erst abends um 17 Uhr wieder Shuffleboard, deswegen bin ich dann ein bisschen von Bord gegangen. Wir waren an diesem Tag auf Rhodos. Leider wurde es etwas frisch und es war auch ziemlich windig, aber trotzdem hat Rhodos, bzw. das, was ich gesehen habe, mir gut gefallen. Zurück an Bord hatte ich dann Shuffleboard. Es wurde richtig kalt und windig, weil wir zu dieser Zeit ablegten und Iris und ich haben im Pullover ziemlich gefroren. Die Gäste wollten aber trotzdem die gesamte Stunde spielen, obwohl es dann auch noch ein wenig anfing zu regnen. Danach waren Iris und ich ganz schön durchgepustet und durchgefroren, aber was macht man nicht alles für die Gäste. Später wurde dann im Theater die Seekarte verlost. Außerdem hat ein Gast seiner Freundin auf der Bühne einen Heiratsantrag gemacht. Sie sollte das Gewinnerlos ziehen und dafür eine Kleinigkeit bekommen und dann kam halt der Antrag. Janin fand es total toll und war ganz gerührt, Iris und ich waren eher etwas peinlich berührt. Also ich hätte das nicht haben wollen. Vor Allem, weil er vor 1000 Leuten erzählt hat, dass er beim ersten Date zu viel getrunken hat und sie gar nicht an diesem Abend ins Theater wollte und schon im Nachthemd war. Das würde ich nicht unbedingt mit dem halben Schiff teilen wollen aber gut.
 
Und dann war auch schon Freitag (21.4.) und meine erste Reise um. Morgens um 10 Uhr musste ich raus zur Pier kommen. Dort stand ich dann bis 14 Uhr und habe die ankommenden Gäste willkommen geheißen und ihnen ein Tagesprogramm mitgeben und die abreisenden Gäste verabschiedet. Es war zwar 18 Grad, aber ziemlich bewölkt und windig und nach 4 Stunden war mir dann doch ein wenig kalt. Ich hatte dann kurz Zeit zum Mittagessen und hatte dann meinen ersten Schiffsrundgang. Ich denke ich habe mich ganz gut geschlagen, denn ich habe den Gästen erst am Ende erzählt, dass es mein erster Rundgang war und mir wurde gesagt, dass man es nicht gemerkt hätte. Da war ich doch ganz froh. Um 18 Uhr musste ich dann nochmal bis 21 Uhr raus an die Pier und wieder das Gleiche machen. Da war ich dann irgendwann echt durchgefroren, aber es ist auch schön, so viele Gäste direkt zu Beginn zu sehen und sich auch noch von den alten verabschieden zu können, denn nach so einer Reise kennt man doch ein paar auch ein bisschen besser. Danach ging es hoch zum Pool, wo wieder die Willkommenspoolparty war und wir auf die Bühne mussten. Dieses Mal war Gisela das erste Mal als unsere neue Guest Services Managerin oben. Außerdem hatten wir auch noch unseren Pax Drill (also Seenotrettungsübung, aber im Studium sagen wir das immer so und auch die Crew hier). Ich habe außerdem auch noch eine neue emergency card bekommen, wo ich doch die alte gerade erst verstanden habe. Ich muss jetzt immer in den Kids Club und im Fall der Fälle die Kinder sicher zu ihren Eltern bringen. Dafür bin ich jetzt kein Bombensucher mehr. Diese Karte werde ich aber wohl nicht lange haben, mal sehen was dann kommt. Nach 14 Stunden arbeiten durfte ich dann endlich irgendwann ins Bett. Auch wenn der Embarkation day so ziemlich der stressigste Tag ist, fand ich ihn bis jetzt von der Arbeit her trotzdem fast am Besten. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht.
 
Samstag (22.4.) war Seetag, deswegen ging es für mich um kurz vor 11 Uhr los mit Shuffleboard. Wir haben das diese Reise so aufgeteilt, dass wir nach Möglichkeit immer alle die Gleiche Aufgabe habe, damit die Gäste uns besser kennen lernen und ich habe Shuffleboard. Es war wie schon auf Rhodos ziemlich windig und etwas frisch, aber die Gäste hatten trotzdem Spaß. Mittags war ich dann zum Ice Carving bei Pool. Dazu bekommen wir immer extra angefertigte 100Kg Blöcke Eis geliefert und wir haben zwei Köche an Bord, die im Ice Carving ausgebildet sind. Man geht dafür 6 bis 7 Jahre zu einer speziellen Schule, wo man erstmal an Obst und Gemüse und Holz übt, bis man dann die letzten zwei Jahre mit Eis arbeitet. Die beiden haben innerhalb von 15 Minuten einen Delfin und einen Indianer geschnitzt. Das fand ich schon sehr beeindruckend. Später ging es für mich weiter zum Erstkreuzfahrertreff, dort gibt es Tipps und Tricks für Gäste, die das erste Mal an Bord sind und danach hatte ich noch Einlass im Klanghaus. Später hatte ich dann, wie fast immer, wieder Einlass am Theater. Die Offiziere wurden vorgestellt und danach gab es die Musical-Gala. Für mich bis jetzt die beste Show, ich habe aber auch noch nicht alle gesehen.
 
Am Sonntag (23.4.) dann hatte ich ziemlich viel Zeit und musste erst um 17 Uhr zum Shuffleboard wieder zurück sein. Wir waren wieder in Piräus und von dort gab es einen „hop on, hop off“ Bus nach Athen. Die Karte kostete für Crewmitglieder nur 8€ und es gab sogar auch noch freies Wlan. Jeder kennt bestimmt diese Busse, die oben offen sind und wo man Kopfhörer bekommt, um sich Informationen anzuhören. Erstmal sind wir durch Piräus gefahren und dann einfach mal so auf die Autobahn Richtung Athen. Sowas wäre in Deutschland ja nicht möglich. Der Bus ist zur Akropolis gefahren und von dort konnte man noch in eine andere Linie umsteigen, die durch Athen fährt. Eigentlich wollte ich mir die Akropolis ansehen, denn der Eintritt ist für Studenten umsonst, aber die Schlange war ziemlich lang und dann habe ich mich dazu entschieden noch die Bustour durch Athen zu machen. Es war angenehm warm, aber ich hatte trotzdem noch einen Pullover an und habe mir natürlich erstmal direkt einen Sonnenbrand am Ausschnitt geholt. Vielleicht wird es ja ein bisschen braun. Abends war dann wieder der Gleiche Ablauf wie immer. Ich hatte Shuffleboard, Klanghauseinlass und Theatereinlass.
 
Montag (24.4.) waren wir dann in der Bucht von Souda (Kreta). Ich war letztes Mal schon nicht draußen in Kreta und hatte es eigentlich dieses Mal vor, aber das wurde leider wieder nichts. Zunächst hatten wir um 10 Uhr einen Drill für die gesamte Crew. Ich muss ja jetzt immer in den Kids Club. Der ist auf Deck 14 und ich bin normalerweise meistens auf Deck 4 im Atelier, weil dort unser Büro ist oder sonst auf Deck 2, weil hier der Crewbereich ist. Wenn wir eine Übung haben, sind die Fahrstühle aus, weil das auch im Notfall so wäre, also durfte ich dann von Deck 4 Treppen hoch auf Deck 14 laufen. Im Notfall muss ich ja Kinder zu ihren Musterstationen zu ihren Eltern bringen und später zu meiner eigenen Musterstation gehen. Die Stationen befinden sich alle auf Deck 5, also durfte ich alles auch nochmal wieder runterlaufen. Wir haben so eine Übung meistens einmal die Woche. Nach den 4 Monaten habe ich auf jeden Fall schöne Beine, denn ich nehme auch so oft die Treppe, wenn ich nur zwei Decks hoch oder runter muss. Der Drill ging relativ lang und um 14 Uhr hatte ich mal wieder ein Training. Das finde ich langsam wirklich nervig, aber ich sehe die Notwendigkeit und das ist nunmal für jeden beim ersten Vertrag so.
Vorher hatte ich aber noch einen Make-up Drill. Ich weiß nicht, ob ich das hier schonmal erklärt habe, aber das ist für Gäste, die später angereist sind, oft z.B. Ingenieure, die sich das Schiff ansehen. Es ist Vorschrift, dass die Seenotrettungsübung bis zum Auslaufen des Schiffes, ansonsten spätestens in den ersten 24 Stunden durchgeführt werden muss. Wenn dann Gäste später aufsteigen und bei der eigentlichen Seenotrettungsübung nicht dabei waren, ist es unsere Aufgabe, dies nachzuholen. Wir haben im Moment sogenannte Auditoren an Bord. Die stellen das gesamte Schiff auf den Kopf und gucken, ob auch alles nach Vorschrift läuft, ansonsten darf das Schiff nicht mehr weiterfahren. Genau so einen Auditor hatte ich als meinen Gast beim Make-up Drill. Er ist Kapitän bei Royal Caribbean und hat mich erstmal komplett ausgefragt, wie denn das ganze Prozedere ist, wenn Gäste später aufsteigen. Zum Glück wusste ich alles und er schien sehr zufrieden mit meiner Erlärung. Später hatte ich dann Barrunde (wir müssen durch die Bars gehen und uns mit Gästen unterhalten) und zwischendurch war einfach immer zu wenig Zeit das Schiff zu verlassen, denn der Ort, wo man schön bummeln kann, liegt mit dem Bus etwa 15 Minuten weit weg. Das hätte ich nicht geschafft. Jetzt hab ich immerhin einen Grund, nochmal nach Kreta zu reisen. Außerdem hatte ich an diesem Tag auch noch zum ersten Mal Jubilarencocktail. Da werden alle Gäste eingeladen, die während der Reise Geburtstag, Hochzeitstag, o.ä. haben. Es gibt Sekt und Kuchen und auch eine Verlosung für eine Spa-Anwendung. Im Theater gab es abends Comedian Harmonists, die Show kannte ich noch nicht, also habe ich mir das erstmal angesehen.
 
Heute (25.4.) bin ich schon zwei Wochen an Bord! Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Ich habe meinen Arbeitstag zunächst mit einer Barrunde begonnen. Wir hatten Seetag, also waren viele Gäste am Pool, denn das Wetter war angenehm warm. Ich hatte dann mittags das erste Mal „Ahoi und Hallo“. Das ist für alle Gäste die schon 10 oder mehr Kreuzfahrten mit TUI Cruises gemacht haben. Sie werden dann eingeladen in die Himmel & Meer Lounge. Alle Manager und der Kapitän sind da und es gibt Sekt und Häppchen für die Gäste. Später geht es dann auf die Brücke zu einer Brückenführung. Da darf ja nicht jeder einfach so hin und für mich war es heute auch das erste Mal auf der Brücke. Das fand ich auf jeden Fall richtig cool und man hat einen tollen Ausblick. Es ist verrückt, wenn man die Knöpfe und Schalter sieht, die so ein riesiges Schiff bedienen können. Danach hatte ich ein wenig frei, denn mein nächster Programmpunkt war erst wieder um 17 Uhr Shuffleboard. Es macht richtig Spaß, das so oft zu haben, denn viele Gäste kommen jeden Tag und man kennt sich dann und macht auch Späße zusammen. Später hatte ich noch Bingo. Bei uns kosten die Bingolose Geld und man kann das eingenommene Geld am Ende gewinnen. Heute hat eine Dame gewonnen, die das erste Mal Bingo gespielt hat und die Regeln anfangs gar nicht kannte. Sie war richtig aufgelöst und am zittern, als sie ihren Gewinn abgeholt hat, das war richtig süß. Außerdem habe ich heute auch noch Paul kennen gelernt. Paul ist 4 und ganz knuffig. Außerdem hat seine kleine Schwester, die 2 Jahre alt ist einen ganz wunderbaren Namen. Sie heißt nämlich Greta. Heute Nacht war auch noch richtig Action an Bord, aber mindestens die Hälfte der Crew hat es nicht mitbekommen, Auch wir haben es später von Gästen erzählt bekommen. Wir hatten heute Nacht einen medizinischen Notfall und unser Schiff musste ein 90 Grad Manöver Richtung Griechische Inseln fahren. Von dort kam ein Helikopter und hat den Gast abgeholt. Es handelte sich um einen Herzinfarkt und dem Gast geht es im Krankenhaus gut. Seit dem Theater heute Abend ist die See ein bisschen unruhig und zwischendurch schaukelt es ganz schön. Mir geht es aber gut, nur einmal war mir kurz ein bisschen schwindelig. Man merkt das Schaukeln auf jeden Fall, auch hier unten auf Deck 2 (je höher man ist, desto doller schaukelt es), aber im Notfall gibt es Pillen gegen Seekrankheit, bis jetzt geht es mir aber auch so gut und ich habe gelernt, dass man immer was im Magen haben soll, dann wird man auch nicht so schnell seekrank.
Morgen sind wir auf Sizilien und ich wollte eigentlich einen Ausflug zum Ätna begleiten. Leider wird daraus nichts und jetzt kann ich wahrscheinlich nichtmal das Schiff verlassen, denn ich muss spätestens um 12 Uhr wieder hier sein, weil ich bei der Taschenkontrolle helfen muss. Dann habe ich mal wieder ein Training und später halt wieder Shuffleboard. Vielleicht reicht die Zeit zwischendurch um kurz rauszugehen, das werde ich sehen. Übermorgen in Salerno kann ich auch schon nicht raus, denn da habe ich Duty.

On Duty

19April2017

Sooo endlich gibt es mal wieder Meldung von mir, denn ich bin heute „on duty“ und habe deshalb ein wenig Zeit. „On Duty“ bedeutet, dass ich den ganzen Tag im Dienst bin und quasi immer auf Abruf bereit stehe, wenn ich irgendwo gebraucht werde. Deshalb darf ich heute das Schiff nicht verlassen kann die Zeit, in der ich keine konkrete Aufgabe habe, nutzen, um hier zu schreiben, da ich ja nicht von Bord gehen darf. Wir sind heute in Makramees in der Türkei und da ich vorgestern schon in Kusasdasi (auch Türkei) von Bord war, finde ich es jetzt nicht schlimm, hier zu bleiben. Es ist jetzt erst kurz vor elf Uhr morgens, aber es ist trotzdem schon einiges passiert heute. Bevor ich allerdings vom heutigen Tag berichte, hole ich erstmal die letzten Tage nach.

 
Am Donnerstagabend (13.04.) waren wir dann noch alle gemeinsam in der Crew Bar, denn Burkhardt unser Bordmaler hatte am nächsten Tag Geburtstag. Leider sind bestimmt 80% der Crew hier Raucher und auch mein gesamtes Team raucht, abgesehen von mir. Da ich ja noch nicht so viele andere Leute kenne, habe ich also den ganzen Abend im Raucherraum verbracht. Danach hab ich gestunken wie ein Aschenbecher, aber immerhin habe ich ein paar neue, nette Leute kennen gelernt. Eigentlich ist hier sowieso jeder nett und super hilfsbereit. Um 2 Uhr macht die Crew Bar zu, denn die ersten fangen um 6 Uhr morgens an zu arbeiten und zwischen dem letzten Alkohol und Arbeitsbeginn müssen mindestens 4 Stunden liegen. Das Alkohollimit liegt hier bei 0,05 Promille, bzw. wenn man seinen Dienst beginnt 0,04 Promille, also quasi gar nichts. Das wird, soweit ich das bis jetzt mitbekommen habe auch regelmäßig vom Großteil der Crew überschritten, aber das kann man sich ja auch denken. Am nächsten morgen (Freitag, 15.04.) musste ich morgens um 9 Uhr als erstes die Playstation anschalten. Danach hatte ich mit Janin einen Schiffsrundgang, jedoch war davor erst noch ein Drill, also eine Notfallübung für die Crew. Janin musste daran teilnehmen, ich aber nicht und deswegen musste ich dann noch auf sie warten. Danach sind wir losgegangen zum Rundgang. Es war kein Rundgang für Gäste, sondern nur für mich zum Üben. Sie hat gesagt, ich hätte das schon gut gemacht und Basti (Guest Services Manager, also mein Vorgesetzter) hat gesagt, er will, dass ich am 21. wenn die neuen Gäste aufsteigen, alleine einen Rundgang mache. Ein bisschen werde ich noch üben, aber ich bin da ganz optimistisch. Kurz bevor wir den Schiffsrundgang beendet hatten, wurde Janin angerufen, um an der Sicherheitskontrolle mitzuhelfen, denn sie hatte an diesem Tag duty. Ich sollte dann aber auch mitkommen und helfen, da so viele Gäste auf einmal wiederkamen. Danach hatte ich den gesamten Nachmittag frei und hatte eigentlich überlegt, später noch von Bord zu gehen. Wir waren an diesem Tag in Soda auf Kreta. Allerdings wollte ich erst „Passagier 23“ zu Ende lesen und naja dann bin ich eingeschlafen… also war ich nicht auf Kreta. Das ist aber nicht so schlimm, denn ich bin nächste Reise nochmal dort und dann kann ich von Bord gehen. Abends hatten wir dann, wie immer, wieder Einlass am Theater, dort gab es die Musical Gala, wo teile von berühmten Musicals gezeigt werden, wie z.B. von König der Löwen. Ich hab leider nicht die ganze Show sehen können, denn ich hatte zwischendurch auch noch Einlass im Klanghaus, das ist unser Konzertsaal. Nach dem Theater hatten wir dann noch Barrunde, da müssen wir einfach zu den verschiedenen Bars gehen und uns mit den Gästen unterhalten. Um kurz vor 24 Uhr hatte ich dann endlich Feierabend.
 
Am Ostersonntag (16.04.) hatten wir einen Seetag, da sind dann immer alle „on duty“. Ich hatte zunächst um 11:30 Uhr erstmal mehrere Stunden Training. Um 16 Uhr hatten Burkhardt und ich dann den ersten Schmuckkurs, was sehr viel Spaß gemacht hat. Ich habe mir auch selber ein Armband gemacht. Da Burkhardt den Schmuckkurs zum ersten Mal gemacht hat, war er ein bisschen nervös und hat später ein paar Fehler in der Abrechnung gemacht. Deshalb haben wir beschlossen, dass Burkhardt mit den Gästen den Schmuck macht und ich nur berate und dann die Buchhaltung mache, also mich um den finanziellen Teil kümmere. Ja, wirklich richtig gelesen, ich der absolute Matheliebhaber habe mich freiwillig gemeldet, um das zu machen. Deshalb habe ich dann von Detlef eine Einführung in das Kassensystem Tesco bekommen, dass an Bord genutzt wird. Das ist wirklich nicht besonders schwer und ähnlich wie Micros, das System, dass ich in Israel benutzt habe. Jetzt kann ich also schon mit zwei verschiedenen Kassensystemen umgehen, was bestimmt nicht schlecht ist für die nächste Bewerbung. Weil der Schmuckkurs ein bisschen länger gedauert hat und ich um kurz nach 19 Uhr am Klanghaus zum Eingang stehen musste, hatte ich an diesem Tage ganze 10 Minuten zum Abendessen. Für eine Scheibe Brot hat es gerade so gereicht. Nach dem Einlass hatte ich das erste Mal Bingo, wo ich an diesem Abend aber nur zugesehen habe. Beim Bingo ist es hier so, dass man einen Schein für 2€ kaufen kann und wer am Ende gewinnt, gewinnt die kompletten Einnahmen. An diesem Abend waren es über 300€, also ein netter Gewinn. Nach dem Bingo ging es dann direkt weiter zum Theatereinlass. Da ich an diesem Tag schon um halb elf Feierabend hatte, bin ich um 23 Uhr noch zum Mitternachtssnack gegangen, denn ich hatte echt Hunger. Der Mitternachtssnack ist immer von 23 bis 24 Uhr und es gibt meistens das Essen, dass in den Restaurants übrig geblieben ist. Also gibt es zum Beispiel Schnittchen, Torten und Desserts.
 
Ostermontag (17.4.) waren wir dann in Kusadasi. Da wir diesen Hafen mit der Mein Schiff 3 zum ersten Mal angefahren haben, gab es morgens einen Plaque Exchange. Dann kommt jemand von den Behörden an Bord und es wird mit dem Kapitän eine Plakette ausgetauscht. Das findet bei uns immer in der Diamantner statt und es wird halt angestoßen und Fotos gemacht usw. Manchmal bekommen die Gäste dann auch noch ein Mittagessen oder eine kleine Schiffsführung. In diesem Fall wollten sie aber nicht, also war die Veranstaltung ziemlich schnell wieder vorbei. Ich hatte dann erst abends um 17 Uhr wieder Shuffleboard, deswegen wollte ich von Bord gehen. Janin rief mich dann an und hat gefragt ob ich mit ihr und Oliver, unserem Human Resources Manager mitgehen möchte. Wir sind dann in die Innenstadt gegangen, die nicht weit weg von der Pier war, haben dort gegessen und sind dann durch die Geschäfte geschlendert. Es gab vor Allem Läden mit gefälschten Markensachen und eigentlich war in jedem Geschäft das Gleiche, halt je nachdem, was gerade so in Mode ist. Ich habe nichts gekauft, außer Seife für meine Kabine. Später hatte ich dann Shuffleboard und abends das erste Mal richtig Bingo. Am Abend davor durfte ich es mir noch angucken. Wir haben dann vom Barkeeper einen Cocktail bekommen, damit wir mit den Gästen bei den Schnapszahlen anstoßen können. Danach war natürlich wieder Theatereinlass und später hatten wir noch Tendermeeting, denn am nächsten Tag in Santorini lag das Schiff auf Reede, das bedeutet, dass das Schiff im Meer ankert, weil z.B. der Hafen zu klein ist oder das Wasser nicht tief genug ist. Dann kommen Tenderboote, oder wir nehmen unsere, die die Gäste dann abholen und an Land bringen. Um kurz vor 24 Uhr lag ich dann im Bett, aber es war eine kurze Nacht, denn am nächsten Tag ging es aufgrund des Tenders schon um 6:30 Uhr wieder los.
 
Als wir dann in Santorini (18.04.) auf Reede lagen, waren wir alle schon früh morgens im Einsatz, damit alles reibungslos ablief. Die Gäste bekamen im Atelier Tenderkarten, auf denen ein Land steht und wenn das Land aufgerufen wurde, durften diese Gäste runter zur Tenderluke gehen. Das wird gemacht, damit die Gäste nicht alle auf einmal kommen und auch, damit die Ausflüge, die Vorrang haben, alle geschlossen in ein Boot können. Iris und ich hatten unten einen Schalter, wo wir dann immer die Tenderkarten wieder eingesammelt und gezählt haben und darauf geachtet haben, dass natürlich auch nur die Leute durchgehen, die die aufgerufene Karte haben. Das war eigentlich ganz spaßig, aber die Tenderboote haben ganz schön geraucht, der dann natürlich auch ins Schiff gekommen sind,sodass es irgendwann schrecklich nach Abgasen gerochen hat und es wurde auch schon ganz nebelig. Um kurz nach 10 wurden wir dann abgelöst. Da ich um halb zwei mal wieder ein Training hatte, dachte ich, dass ich nicht von Bord gehen könnte, aber Iris kennt sich ganz gut in Santorini aus und hat deshalb angeboten, dass sie mit mir rüber fährt und wir uns kurz Thira ansehen, damit ich wenigstens ein bisschen von Santorini gesehen habe. An der Anlegestelle auf Santorini gibt es eine Seilbahn, die einen hoch nach Thira bringt. Für Crewmitglieder kostet die Fahrt nur 1€ (normalerweise 10€). Wir sind also hochgefahren und sind ein wenig durch Thira geschlendert. Burkhardt war auch noch dabei und der wollte sich unbedingt hinsetzen und was trinken. Also haben wir das gemacht und danach ging es auch schon wieder zurück zum Schiff, denn wir hatten ja nicht so viel Zeit. Neben der Seilbahn gibt es auch noch einen Pfad, der den Berg hinaufführt und den man laufen kann oder man kann auch einen Esel nehmen. Runter sollte es nur knapp 20 Minuten dauern, also haben wir uns dazu entschieden, zu gehen. Auf dem Weg sind uns ständig Esel entgegen gekommen und als wir fast ganz unten waren, standen dort alle Esel zusammen auf dem Weg. Iris und Burkhardt sind vorbei gegangen und als ich gehen wollte, hat sich ein Esel quer in den Weg gestellt, sodass ich nicht mehr vorbei kam, den auf einen Huftritt von so einem Esel konnte ich gut verzichten. Mit mir standen auch noch zwei Gäste, die immer mit uns Shufflebord spielen dort. Der Mann hat uns dann auf eine Mauer geholfen und so sind wir dann an den Eseln vorbei gegangen und am Ende hat er uns auch noch wieder runtergehoben. Das war auf jeden Fall echt ein Abenteuer. Santorini hat mir wirklich gut gefallen und ich wäre gerne noch länger geblieben. Später hatte ich dann ja das Training, danach Shuffleboard und wieder Schmuckkurs und abends war auch noch Shantychor. Die Gastgeber müssen singen, für die anderen ist es freiwillig. Wir haben erst einmal im Konferenzraum geübt. Wenn wir Shantychor haben, ist das so ziemlich die einzige Gelegenheit, wo wir erlaubterweise während der Arbeit trinken dürfen, denn wie ich gelernt habe, kann man das besser singen, wenn man getrunken hat. Es wurden auch Texthefte für die Gäste verteilt, sodass alle mitsingen konnten. Einige Lieder kannte ich, andere nicht. An dieser Stelle Grüße an Tante Gisela, denn das letzte Lied war „An der Nordseeküste“, welches ich schon kenne seit ich klein bin, denn das war auf der Kassette, die ich bei Tante Gisela immer gehört habe, da konnte ich also lautstark mitsingen. Das war wirklich eine lustige Sache, aber ich war dann wirklich froh, als ich um kurz nach 12 im Bett lag, denn so ein 18 Stunden Tag ist doch ganz schön lang.
 
Wie ich ja schon erwähnt habe, habe ich heute duty. Zunächst hatten wir heute wieder eine Notfallübung für die Crew. Dieses Mal ging es um Bomben an Bord. Ich musste dieses Mal auch teilnehmen, denn im Ernstfall wäre ich ein Sucher. Das war schon eine aufregende Sache für mich, muss ich sagen, denn ich hatte das ja noch nie vorher. Die Bombe wurde aber gefunden und das Training abgeschlossen. Um 13 Uhr kommen noch einmal ein paar Leute von den Behörden, ich glaube die selben, wie beim Plaque Exchange in Kusadasi. Es wird ein kleines Get together geben und danach eine englische Schiffsführung, die ich machen soll. Ich bin ein bisschen nervös, freue mich aber auch drauf. Basti hat mir dann allerdings eben noch erzählt, dass die mit Fotografen und einem Filmteam kommen, ich werde dann also im türkischen Fernsehen zu sehen sein, was nicht gerade hilft, um die Nervosität zu senken. Ich werde mein Bestes geben und ich hoffe, dass alles gut gehen wird. Wie es war und was sonst heute noch passiert, erzähle ich dann im nächsten Bericht.
 
Mittlerweile habe ich schon einige Fotos gemacht, allerdings reicht das Internet hier scheinbar nicht aus, um sie hochzuladen. Sollte es mal besser sein, gibt es also einen Beitrag nur mit Bildern.

Piräus/Athen

14April2017

Heute war ein ruhiger Tag, worüber ich sehr froh war. Morgens hatte ich frei, da bin ich einfach mal losgegangen Richtung Piräus. Athen ist ca. 10km weit weg, also eher ungünstig zum Laufen, außerdem hatte ich auch nicht ewig Zeit. Ich bin fast bis ins Zentrum von Piräus gelaufen. Leider waren alle Geschäfte zu, ich schätze wegen Karfreitag und Piräus ist meiner Meinung nach auch nicht besonders schön. Aber so hatte ich immerhin frische Luft und es war auch schön warm draußen. Um 13 Uhr musste die Crew wieder an Bord sein und um 14 Uhr haben wir abgelegt, allerdings mit einem Crewmitglied weniger. Sowas kommt immer mal wieder vor und ist natürlich nicht besonders gut, vor Allem da man ja nie weiß, ob das Crewmitglied einfach die Zeit vergessen hat, oder ob eventuell etwas passiert ist. Er tauchte dann wohl noch auf, allerdings erst, als das Schiff schon abgelegt hatte. Um 14 Uhr musste ich dann auch anfangen zu arbeiten. Wir mussten einfach nur auf dem Pooldeck umher gehen und uns mit den Gästen unterhalten und konnten uns so auch direkt das Ablegen ansehen. Danach war ich mit Janin im Büro und sie hat mir ein paar Dinge gezeigt, wie z.B. Vorlagen, wenn man eine Nachricht auf die Kabine schickt und mein Timesheet, also wo ich eintragen muss, wieviele Stunden am Tag ich gearbeitet habe. Danach hat sie mit mir noch ein bisschen geübt, was auf meiner Emergency Card steht, denn es gibt ja verschiedene Notfälle an Bord (Feuer, Bombe, Kollision, Mann über Bord,usw.) und jedes Crewmitglied hat verschiedene Aufgaben und Sammelpunkte, wo es dann hin muss und das haben wir uns dann noch angesehen, denn nächste Woche wird es einen Drill, also eine Übung geben, wo ich auf jeden Fall dran beteiligt sein werde und dann muss ich ja wissen, wohin ich muss und was ich machen muss und natürlich brauche ich es auch im Ernstfall. Danach war ich mit Anthonie eingeteilt zum Shuffleboard spielen. Ich habe das noch nie gespielt und kannte die Regeln nicht, also sollte ich erstmal zusehen, aber es sind dann so viele Passagiere gekommen, dass wir auf zwei Feldern spielen mussten. Damit ich nicht ganz aufgeschmissen war, war Gisela am Anfang noch mit bei mir und dann habe ich es gut alleine hinbekommen, denn die Regeln sind nicht schwer und es hat sehr viel Spaß gemacht. Shuffleboard gibt es ja quasi schon immer an Board, es ist das klassische Kreuzfahrtspiel und viele denken, dass das nur was für alte Leute ist, aber es ist wirklich lustig und ich kann es nur empfehlen. Eben war ich zusammen mit Janin, Iris, Anthonie und ihrem Freund (er ist hier Sänger an Bord) essen und nun habe ich ein wenig Zeit, bevor ich dann um kurz vor neun am Theater sein muss. Beim Essen ist neben uns am Fenster ein Delfin geschwommen. Ich war total begeistert, aber die anderen hat es gar nicht groß interessiert, da das wohl öfter vorkommt. Ich fand es auf jeden Fall toll. Im Theater gibt es heute die Schlagernacht. Ich kenne die ganzen Shows ja noch nicht, deswegen finde ich das interessant, aber irgendwann wird es bestimmt auch langweilig, immer das Gleiche zu sehen. Morgen sind wir dann in Chania (Kreta). Wieviel ich frei habe und ob ich von Bord gehen kann, weiß ich jetzt noch nicht, erst wenn ich später meinen Arbeitsplan bekomme. Bevor ich zum Theater gehe muss ich noch die Playstations checken ( wir haben einen Raum, wo man PlayStation4 und Kicker spielen kann) und das, wo ich mich ja so wahnsinnig gut mit PlayStations auskenne...
Da mein Bericht gestern ja so lang war, habe ich mir noch einige Dinge für heute aufgehoben. Also wie schon gesagt habe ich eine Single-Share Kabine. Die ist nicht besonders groß (bin schlecht im schätzen aber vielleicht so 3-4m2), aber sie reicht vollkommen. Man hat eine Gaderobe, ein Waschbecken und einen Schrank auf der einen Seite und auf der anderen Seite eine komplette Tischplatte, quasi wie ein Schreibtisch und darunter gibt es noch einen Schrank, Schubladen und einen kleinen Kühlschrank. Außerdem habe ich noch einen Stuhl, den ich auch dringend brauche, um ins Bett zu kommen, denn das muss man immer runterklappen abends und ich bin ein bisschen zu klein. Selbst mit dem Stuhl muss ich immer ein bisschen kämpfen um ins Bett zu kommen. Einen Fernseher habe ich sogar auch mit vielen deutschen Sendern. Meine Schuhe, die ich zum Arbeiten mitgenommen habe, sind bis jetzt ganz bequem und ich habe noch keine Blase bekommen. Trotzdem fänd ich Turnschuhe nach wie vor besser. Das Essen ist auch völlig in Ordnung hier. Es gibt gefühlt ständig Essen. Ich kenne die Zeiten noch nicht, aber immer wenn ich hingehe gibts Essen. Teilweise in Buffetform, da gibt es immer Fleisch und Gemüse und Beilagen. Außerdem gibt es immer zwei Suppen, eine Salatbar, Brot und Aufschnitt, sowie Desserts und Obst. Dann kann man auch noch immer was in der Küche bestellen. Was genau steht immer auf einer kleinen Tafel. Heute Abend gab es z.B. Spaghetti Bolognese zu bestellen oder aus dem Wok Calamari sweet-chili oder asiatisches Gemüse. Getränke gibt es auch eine große Auswahl. Also vom Fleisch fallen werde ich wohl nicht, aber zunehmen ist auch schwer, denn man läuft wirklich viel hin und her am Tag. Wir haben auch eine kleine Bibliothek für die Gäste, um die wir uns auch kümmern müssen und Iris hat mir direkt "Passagier 23" in die Hand gedrückt (darin geht es um vermisste Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen). Mal gucken, ob ich es nach dem Durchlesen immernoch toll finde, an Bord zu sein.
 
 
 
 
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